Wer an dieser Vorlesung teilnimmt, sollte wissen, dass genau in 117 Tagen Weihnachten ist! Also Zeit für die Weihnachtseinkäufe; Einem die Zeit dafür davonläuft.
Wenn es bei der Großmutter von Kasperl und Seppel Bratwürste mit Sauerkraut gibt, dann ist Donnerstag - zumindest beim Räuber Hotzenplotz! Aber woher wissen wir, was wann ist? Ein Abreißkalender hilft uns zumindest etwas.
Was aber machten unsere Vorfahren, die vom Jäger und Sammler zu Sesshaften wurden und zum eigenen Überleben Pflanzen rechtzeitig anpflanzen mussten, woher wussten die Ägypter, wann das Nilhochwasser kam? Dafür mussten die Menschen „Kalender“ entwickeln, also eine Übersicht über die Tage, Wochen und Monate eines Jahres.
Von der Himmelsscheibe, über Cäsar und Kleopatra, den Inkas und Azteken, den Ägyptern und Syrern, den Chinesen wissen wir, dass das mit dem Kalender gar nicht so einfach ist, denn schließlich passen weder die Tage einer Woche oder eines Monats „glatt“ in die Tage eines Jahres. Aber für die Regierenden war es wichtig, wann die Steuern der Untertanen fällig waren; und so bedeutet das lateinische Wort „Calendarium“ im Deutschen „Schuldbuch“. Für uns selbst ist es wichtig, wie lange die Ferien noch dauern, und natürlich auch, wie schließlich unser heutiger Kalender entstanden ist – und dies natürlich mit Experimenten dazu!
Prof. Dr. Dieter Fehler
Diplom –Physiker
Ehem. Leiter des Studiengangs Mechatronik an der Dualen Hochschule Karlsruhe.
Seminarleiter/Dozent beim VDI - Wissensforum, Autor beim Springerverlag Heidelberg, Verfasser von populärwissenschaftlichen Rundfunksendungen.